Balou:

Hallo Frau Bender,

nun ist Balou schon eine Woche bei uns und es scheint als hätte er sich schon gut eingelebt. Gerne schicke ich ein schönes Herbstbild eines Spaziergangs hier bei uns im Wald mit.

Balou ist ein echter Schatz, was die Geduld mit Kindern angeht. Er nimmt unseren manchmal sehr ungestümen Sohn gelassen hin und verhält sich ihm gegenüber bis jetzt vorbildlich! Natürlich passen wir dennoch immer auf und sind dabei. Seinen Schlafplatz und seine Näpfe haben wir ihm im "kindersicheren" Flur eingerichtet, welcher durch ein Absperrgitter für Kinder von dem Wohnbereich getrennt ist. Dort hält er sich auf wenn unser Sohn alleine im Wohnbereich rumtigert und bekommt trotzdem noch alles mit was so passiert.

An Kommandos hat er anscheinend auch einiges gelernt, kann dies aber durch seinen recht stark ausgeprägten Dickkopf gut verstecken. Holt man allerdings die Leckerlis hervor, folgt er aus dem FF. :-) Sitz, Platz, Bleib und Pfötchen sind absolut sicher abgespeichert. Aber wenn der Herr keine Lust hat, erfordert es doch eine genau so dickköpfige Kosequenz unsererseits. Dann kann es schonmal ein paar Minuten dauern, bis er sich hinlegt. Alles aber kein Problem!

Beim Spazierengehen geht er zügig vorwärts, ist aber gut händelbar und zieht nie stark an der Leine. Bei Katzen zeigt er sich nach wie vor wild, am liebsten gleich drauf oder hinterher. Auch bei Wild im Wald, welches wir schonmal morgens zu sehen bekommen, will er am liebsten gleich die Verfolgung aufnehmen. Vielleicht steckt ja sogar ein wenig Jagdinstinkt mit drin?

Bei Hundebegegnungen hat er sich zunächst so wie im Tierheim verhalten, doch seit zwei Tagen ändert sich das. Sobald er sieht, dass ein anderer Hund entgegenkommt, wird dieser sofort fixiert und Balou geht in geduckter Haltung langsam auf ihn zu oder weigert sich sogar weiterzugehen. Wir wissen noch nicht ganz was wir davon halten sollen und vermuten, dass er eventuell jetzt langsam ein Schutzverhalten entwickelt und den anderen Hunden mit seinem Verhalten droht? Ist der fremde Hund dann auf unserer Höhe angekommen stellt er seine Rückenhaare auf und geht doch sehr stark an der Leine los, leider nicht freudig sondern eher unfreundlich.

Im Haus zeigt er sich leicht wachsam, was wir aber gut finden. Uns gegenüber ist er gehorsam (bis auf seinen Dickkopf - aber wir setzen uns konsequent durch), total verschmust und anhänglich. Am zufriedensten ist er abends, wenn er gemütlich bei uns liegen kann, während wir fernsehen. Dann scharcht er leise und ist tiefenentspannt.

Ein Thema bei dem wir gleich von den ersten Tagen an Bedenken hatten, war sein Verhalten beim Autofahren. Dort ist er wenig entspannt und fiepst die meiste Zeit, mal leise, mal lauter. Bis jetzt erreichen wir höchstens mal kurze Pausen. Aber wer weiß, vielleicht bekommen wir das noch aus ihm heraus! Das Alleinebleiben zu Hause haben wir bisher noch nicht getestet, haben aber eher das Gefühl als wird er damit Probleme haben. Er musste schon im Auto für ein paar Minuten alleine bleiben und auf uns warten, dabei hat er meistens geheult. Wir denken, dass dies zu Hause ebenfalls so sein wird, wollen ihm aber noch weitere Eingewöhnungszeit lassen, bis wir mit kurzen Alleinsein-Phasen starten wollen.

Trotz mancher Dinge, die noch nicht so gut laufen, wir haben diese Schmusebacke schon fest in unser Herz geschlossen und sind froh ihn in unserer Familie zu haben! An den Problemen kann man ja noch arbeiten! Natürlich sind wir immer für Tipps dankbar!

Wir senden Ihnen viele Grüße aus dem Saargau und wünschen dem Tierheim Zweibrücken zahlreiche Spenden für die Wärmeplatten-Aktion! Wir haben uns bereits mit 25 Euro beteiligt und würden uns freuen wenn das Tierheim weiteren Hunden ein warmes Plätzchen bieten kann!

Hannah, Oliver, Max & Balou


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